27.9.02

Deutsch-französisches Doppel
An der Ecole Spéciale des Travaux Publics du Bâtiment et de l’Industrie Paris (ESTP Paris) studieren derzeit drei Dresdner Studentinnen der Fakultät Bauingenieruwesen im deutsch-französischen integrierten Studiengang. Die Studentinnen der TU Dresden werden in den nächsten drei Semestern ihr Grundfachstudium zusammen mit ausgewählten französischen Studierenden in Paris fortsetzen, um danach das dreisemestrige Vertiefungsstudium einschließlich Diplomarbeit in Dresden zu absolvieren. Am Ende des Studiums erhalten die deutschen und französischen Studierenden ein deutsch-französisches Doppeldiplom.
Dieser integrierte Studiengang läuft unter der Schirmherrschaft der Deutsch-Französischen Hochschule Saarbrücken, von der die Studierenden eine Mobilitätsbeihilfe von 5 x 307,- € pro Semester und nach erfolgreicher Beendigung ihres Studiums einen Zugang zu einer speziellen Jobbörse erhalten.
Ab Wintersemester 2003/04 gibt es einen deutsch-französischen integrierten Studiengang Bauingenieurwesen mit der Ecole Nationale Supérieure des Arts et Industries de Strasbourg (ENSAIS Strasbourg). Der Ablauf des Studiums ist analog dem Ablauf an der ESTP Paris.
[Info von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stritzke, Programmbeauftragter des Rektors der TU Dresden für französische Hochschulen, per Email]

26.9.02

Außensicht - Innensicht
Für alle, die immer schon mal wissen wollten, wie die Bauindustrie die Bauingenieure sieht...

25.9.02

Die Zukunft der Zunft
Beim Fakultätentag für Bauingenieur- und Vermessungswesen gefunden: Gedanken von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Heinz Duddeck zum Thema "Welche Ingenieure für die Zukunft?" Leider ohne direkten Link, weil auch hier der Web"master" (wieso eigentlich Meister?) der Unsitte frönt, den Nutzer erst einmal durch alle Menüs zu schicken, bis er das Rechte findet. Der Beitrag zur Zukunft der Zunft ist unter dem "Schnellzugriff" versteckt. Fröhliches Suchen...
Fakultätentag 2002
Die diesjährige Sitzung des Fakultätentages findet vom 7.-9. Oktober in Karlsruhe statt. Alle Dekane und je ein sogenannter ständiger Vertreter aller Bauingenieur- und Vermessungsfakultäten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz nehmen teil.

24.9.02

Schönes Studium
Beim (nur englischsprachigen) News-Test von Google "Bauingenieur" eingegeben und nichts gefunden. "Civil Engineer" brachte jedoch 842fachen Erkenntniszuwachs, darunter auch wirklich schönen...

23.9.02

Bauingenieure treffen Bauchemiker
"Neue Betone: fester, schneller, leichter..." ist das Auftaktthema auf der Tagung "Bauchemie" der gleichnamigen Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) am 30. September und 1. Oktober an der Bauhaus-Universität Weimar. Die chemische Variierbarkeit von Baustoffen und deren daraus resultierende Qualitätsverbesserung sind die zentralen Themen der Tagung. Es werden aber auch die möglichen toxikologischen Risiken durch chemische Stoffe beim Bauen, Renovieren und Reinigen sowie ökologische Aspekte wie niedrigerer Energieverbrauch bei der Bauwerksnutzung oder Entsorgung der Abbruchmaterialien diskutiert. Die Tagung soll Bauchemiker und Bauingenieure zusammenführen und zum gegenseitigen Verständnis und Austausch beitragen, schreibt der Informationsdienst Wissenschaft.
Milliardenbuße
Wegen vermuteter Preisabsprachen droht Unternehmen der Zementbranche in Deutschland ein Bußgeld in Millionenhöhe, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrer Printausgabe und beruft sich auf ein Interview mit dem Präsidenten des Bundeskartellamtes, Ulf Böge, mit dem Südwestrundfunk Baden Baden.
...und Ehrenkolloquium
Ein Ehrenkolloquium für Prof. Dr.-Ing. habil Heinz Opitz rundet den 26. September: es findet von 16 bis 18 Uhr ebenfalls im Hörsaal 118 des Beyer Baus statt. Neben dem üblichen Rahmenprogramm sind drei Vorträge geplant.
Symposium...
Das "2. Symposium Experimentelle Untersuchungen von Baukonstruktionen" veranstalten das Institut für Tragwerke und Baustoffe und das Otto-Mohr-Laboratorium der Fakultät Bauingenieurwesen an der TU Dresden und die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung am 26. September ab 9:30 Uhr im Beyer-Bau, Hörsaal 118. Interessenten können sich das ausführliche Programm als PDF-Datei auf den Rechner holen.

21.9.02

Einfache Lösung
Das Hochwasser beschäftigt Dresden immer noch - und zwar besonders das der Weißeritz. Sie war vor hundert Jahren umgeleitet worden und hatte sich nach den Niederschlägen vom 12./13. August ihr altes Bett gesucht - und das verheerender Weise auch gefunden. "Das Institut für Wasserbau der Technischen Universität Dresden prüfte gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Plan T die Idee. Aus hydraulischer Sicht ist es möglich, einen Teil der Weißeritz wieder in ihr altes Bett zu leiten", schreibt die Sächsische Zeitung. Das abgebildete Foto des kaputten Hauses ist übrigens eine Aufnahmen aus dem Jahr 1897. Merke: Es hat seinen Grund, dass dieser meist harmlose Fluss die "Wilde Weißeritz" heißt...

20.9.02

Brückenkunst in Dresden
Die im Sommer in Berlin gezeigte Ausstellung "Strassenbrücken - Ingenieur Bau Kunst in Deutschland", eine gemeinsame Produktion der Bundesingenieurkammer und des Bundesministeriums für Verkehr Bau und Wohnungswesen sowie der Initiative Architektur und Baukultur kommt nach Dresden. Die Ingenieurkammer Sachsen und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit zeigen die große überzeugende Schau vom 23.10.2002 bis 01.12.2002 in der Mall des Dresdner World Trade Centers (Freiberger-/Ammonstraße). Sie ist rund um die Uhr zu sehen. Die eigens dafür eingerichtete Homepage ist wirklich schön und steht ja als Dauer-Link links (wo sonst sollen Links stehen?)
[Info von Heinz-Jörg Mothes, Öffentlichkeitsarbeit Ingenieurkammer Sachsen per Email]

19.9.02

"Welch ein wunderbarer Beruf"
Die Festschrift anlässlich der Ehrenpromotion von Ministerialrat Dipl.-Ing. Friedrich Standfuß ist jetzt erschienen. Neben dem Begrüßungswort des Rektors der TU Dresden, Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Achim Mehlhorn ("Als ich auf der Mitte der [Öresund-]Brücke, weit über der blauen ruhigen Ostsee, den scharfen Ostwind von vorn spürte, gewann der Gedanke Raum: Welch ein wunderbarer Beruf muss doch der eines Brückenbauers sein!") sind in dem Heft die Laudatio von Univ. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stritzke mit einem (bebilderten) Überblick über wichtige Brückenbauten der vergangenen Jahre in Deutschland und der Festvortrag "Über die Qualität von Brücken" von Ministerialrat Friedrich Standfuß dokumentiert.
Interessenten können die 54seitige Festschrift anfordern beim Dekanat der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden.
Call for Papers
Das Institut Stadtbauwesen und Straßenbau sowie das Straßenbaulabor der Fakultät Bauingenieurwesen an der TU Dresden bestehen 75 Jahre. Schwerpunkt der Forschungstätigkeit im Fachgebiet Straßenbau an der TU Dresden war und ist die Prüfung und Bewertung von Straßenbaustoffen und Befestigungsschichten sowie die Bemessung von Straßenbefestigungen. Dieser Thematik ist ein aus Anlass der Jubiläen geplantes Kolloquium am 3. und 4. April 2003 gewidmet. Kurzbeiträge (max. 300 Wörter) können bis zum 15.11.2002 per Email eingereicht werden. Die Entscheidung der Annahme erfolgt bis 01.12.2002, die Einreichung der Endfassung (max. 10 Seiten inklusive Abbildungen, Bilder) erfolgt bis zum 31.01.2003.
[Info von Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. Frohmut Wellner, Professur für Straßenbau]

18.9.02

Stundenpläne online
Vorlesungsbeginn naht: Die Stundenpläne der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden für das kommende Wintersemester stehen jetzt online.

17.9.02

Holz statt Stahl?
Dank seiner typischen Porenstruktur kann Holz bei etwa 150 Grad Celsius verdichtet und damit auch verformt werden. Wissenschaftler um Prof. Peer Haller vom Institut für Baukonstruktion und Holzbau der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden arbeiten auf diesem Gebiet sehr erfolgreich. Ziel der Forschung ist die spanlose Formgebung von Holz quer zur Faserrichtung. "Belastbare Bauträger, die traditionell meist aus Stahl hergestellt wurden, können nun auf Grund der Verdichtungen auch aus Holz produziert werden", schreibt die Pressestelle der TU im Vorfeld der MATERIALICA München, der 5. Internationale Messe für innovative Werkstoffe, Verfahren und Anwendungen.

16.9.02

Nicht Konkurrenz - Ergänzung!
Teilnehmer der 2. Dresdner Fachtagung Transrapid
sehen Potenzial in Umsetzung der Magnetschwebebahn-Technologie
Ausgesprochen hat es keiner, aber die Meldung des Tages schwebte sozusagen zwischen den Zeilen in allen Beiträgen mit: Bahn-Vorstandschef Hartmut Mehdorn hatte seinem Aufsichtsrat gegenüber Vorbehalte gegen das milliardenteure Projekt geäußert. Ohne direkt darauf einzugehen, gab es heute von Rednern der 2. Dresdner Fachtagung Transrapid Widerspruch. „Wir haben durch die fachlich fundierten Vorträge Grundlagen bekommen, engagiert weiter zu diskutieren!“ fasste Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach von der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden als Leiter der Tagung die Beiträge zusammen.
Stanislaw Tillich, Chef der Staatskanzlei Dresden, plädierte dafür, das Potenzial aller Verkehrsmittel zu optimieren und sich nicht für ein “Entweder-Oder”. Allerdings plädierte auch er dafür, eher entfernte Wirtschaftsräume miteinander zu verbinden, wie es mit der Idee einer Transrapidstrecke von Berlin über Dresden, Prag, Wien und Bratislava nach Budapest angedacht sei.
Auch IHK-Präsident Hartmut Paul sieht den Transrapid als “innovatives Transportmittel, das über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus gehen kann”. Mit Blick auf die Schäden, die die Jahrtausendflut vor allem in Sachsen angerichtet hat, äußerte er jedoch Zweifel: “Solange nicht einmal die traditionelle Schiene-Rad-Verbindung Dresden - Leipzig ordentlich realisiert ist, ist an einen Transrapid sicher nicht zu denken!” Die derzeitigen Probleme aber einmal außer Acht gelassen, sehe er durchaus wirtschaftliche Impulse durch den Transrapid für die Region. Die TU Dresden solle sich an die Spitze der innovativen Träger stellen, forderte Paul.
Durchweg positiv schilderte Prof. Dr.-Ing Peter Mnich vom Institut für Bahntechnik (Berlin, Dresden, Wildenrath) die Magnetschwebebahn-Technologie. Er beklagte, dass häufig bei Vergleichen konkurrierender Verkehrssysteme vollmundig argumentiert und keine Zahlen vorgelegt würden. Diese Zahlen legte er für die beiden Regionalprojekte “Metrorapid” im Ruhrgebiet und “Taxirapid” für die Strecke Münchner Flughafen-München vor. Die Zahlen belegten seiner Meinung nach, dass die Regionalprojekte konkurrenzfähig seien. Freilich seien alle Zahlenwerke erst einmal Theorie, weswegen Prof. Mnich forderte: “Wir müssen in die Anwendung kommen, um die errechneten Zahlen in der Wirklichkeit überprüfen zu können!”
Von einer ersten Anwendung berichtete Bernd Krekeler. Der Hauptabteilungsleiter Projektentwicklung Thyssen Krupp Transrapid wies darauf hin, dass “der erste Zug aus der Remontagehalle auf die Flughafenanbindung Shanghai geschwebt” sei. Krekeler pries die Vorteile der Magnetschwebetechnik und gab einen Überblick über die Projekte, die weltweit diskutiert würden. Seine Vision ist “die innovative Bahntechnik Made in Germany für den Weltmarkt”: nach Shanghai sollten Strecken in München und dem Ruhrgebiet realisiert werden. “Wir müssen dafür sorgen, dass die Technologie in Deutschland fortentwickelt wird, auch wenn dann an anderen Orten produziert wird,” meinte Krekeler.
Brücken über Brücken
Wörtlich oder im übertragenen Sinn zu verstehen: Auf einer privat betriebenen Seite findet man wohl eine der umfangreichsten Datenbanken zum Thema.
[Info von Prof. Manfred Curbach, Professur für Massivbau TU Dresden über Email]
Untergrund-Kosten
Im Zusammenhang mit den unten zitierten Kosten ist auch ein Projekt des gleichen Lehrstuhls für Stadtbauwesen an der TU Dresden interessant, das zufällig in der aktuellen Ausgabe des "Deutschen IngenierBlatts" erschien (nur Print, nicht Net): "Uni-Software für die Sanierung unterirdischer Infrastruktunetze" verweist auf das Programm KANEW, das es Kommunen erleichtert, "die umweltverträgliche Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur mit den jeweils kostengünstigsten Erneuerungsmaßnahmen zu planen" (Prof. Herz, Leiter des Projektes). Eine ausführliche Pressemeldung zum Thema findet man übrigens seit Mai beim Informationsdienst Wissenschaft...
Aus den Augen, aus dem Sinn?
Stadttechnische Infrastruktur unter der Erde wird oft gar nicht wahrgenommen - wichtig ist sie dennoch. Sie spielte auch eine wesentliche Rolle beim Bundeswettbewerb "Stadtumbau Ost" des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Die passende Expertise lieferte Der Lehrstuhl für Stadtbauwesen an der TU Dresden, wo neben der Expertise "Erfordernisse und Finanzierung der Anpassung stadttechnischer Infrastruktur im Zuge des Stadtumbau Ost" von Prof. Dr.-Ing. Raimund Herz, Dr.-Ing. Mathias Werner und Dipl.Ing. Lars Marschke auch zusätzliches Material downloadbar ist.

13.9.02

Wirkliche Hilfe
Direkte Hilfe gab es in und um Dresden nach der Flut auch von den Bauingenieuren der TU Dresden. Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter der Fakultät Bauingenieurwesen reagierten unbürokratisch, schnell und ehrenamtlich, wenn Hilfeanrufe kamen. Ein Bericht über die Tour zweier TU-Bauingenieure im von Elbe und Nebenflüssen gefluteten Ortsteil Kleinzschachwitz steht hier, die Bilder dazu finden sich hier.
Die Ingenieurkammer Sachsen startete mit dem "Ingenieurtechnischen Hilfpool" eine Initiative: Unter der Leitlinie "Analysieren - Festlegen - Handeln" setzen sich die Ingenieure für den sofortigen Wiederaufbau der durch die Hochwasserkatastrophe im Freistaat Sachsen betroffenen Bauwerke und Infrastruktur ein, schreibt das Deutsche Ingenieurblatt.